BCS EURÖKO NEWS

Ich lese immer wieder gerne Interna aus der Öko-Szene:
Besonders unter dem Aspekt der Entwicklung über mehrere Jahrzehnte:
Ich war von 1984 bis 1992 in der Öko-Szene mit eigenen Läden tätig:
Unter wirtschaftlichen Aspekten um eine Familie zu ernähren: Eine Katastrophe!
Weiterhin hatte ich als bekennender und genetischer Sauerländer das Problem mit den „verdeckten Transaktionen“ des Edelmenschentums. Stichwörter: Biokost ist gesünder, Nahrungsergänzungen wie z.B. Braunhirse etc.
Ich bin auf keinen Fall gegen Bioanbau!!!!
Einer meiner besten Freunde betreibt eine Demeter-Gärtnerei und ich sehe da wie sich eine Familie mit vollem Risiko und 70 Stundenwoche so eben über „Wasser“ hält.
Da gibt es landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe die genau so gut und sicher wirtschaften wie Bio-zertifizierte Betriebe, aber aus Kostengründen keine Zertifizierung anstreben. Ich kenne mindestens 10 Betriebe!
Weiterhin haben wir für den mittelgrossen Bauernhof meines Schwagers Anfang des Jahrzehnts einen Plan zur Bioumstellung erarbeitet: Unter seriösen Bedingungen: Nicht durchführbar!
Da der Hof seit 600 Jahren existiert und auch weiter existieren soll, ist mein Schwager heute Energie- und Schweinewirt. Bauern denken in anderen Zeitdimensionen und sind mit Ihrer Scholle verwachsen.
Das ist die Realität und nicht das Wolkenkuckucksheim der Bioverbände.
Zumal die meisten Funktionäre in den Öko-Verbänden und Ökokontrollstellen keine Bauern oder Gärtner, sondern „Schreibtischtäter“ sind.
Haarsträubend, unter diesem Aspekt, finde ich das Geleitwort BCS EURÖKO NEWS 1/2011 von Herrn Grosch.
Herr Grosch ärgert sich über die Ungleichbehandlung bei Kontrollen der „Öko“ zur „konventionellen“ Lebensmittelproduktion.
Die Antwort hat Herr Grosch selbst gegeben:
In BCS EURÖKO NEWS 1/2010: „Verbesserung des Kontrollsystems“ Die Geister die er rief!
Besondere Anmerkung zu Futtermittelherstellung und -Import:
Bis vor 15 Jahren wurden von meinem Schwiegervater die Futtermittel zur Tiermast und Milchproduktion noch selbst angebaut und verarbeitet. Nur Soja wurde zugekauft.
Gott sei dank hat er damit aufgehört! Betriebswirtschaftlich eine Katastrophe!
Den gleichen Weg werden in Europa auch alle „Biofleisch“-Mäster gehen.