Historische Situation auf den Märkten für nachwachsende Rohstoffe hier: Pfeffer

Historische Pfeffer Situation
Seit nunmehr über 25 Jahre begleiten wir den Markt für nachwachsende Rohstoffe und haben eine solche Situation noch nicht erlebt.
– Vietnam hat im Jahre 2011 incl. August ca. 100.000 to Pfeffer verladen, ca. 15.000 to nach China cross border verkauft, ca. 5.000 to Produktionsverlust für weiße Ware und ca. 12.000 to sind in der Hand der Exporteure. Summe = 132.000 to.
– Lampong hat diese Saison noch nicht offeriert, so dass von den gedachten 15.000 – 20.000 to keine Entlastung kommt.
– Brasilien hat eine geschätzte Ernte von ca. 25.000-30.000 to und kann pro Monat nur 8.000 to verladen, da die Häfen zu klein sind.
In der Summe kann man festhalten, es fehlt Ware und die Herbst und Wintersaison steht vor der Tür. Das internationale Preisniveau erreicht Höchststände und historisch war Pfeffer noch nie auf diesem Preislevel.
Ausser zur Zeiten des Pfeffermonopols der Vereenigde Osstindische Compagnie. In dieser Zeit wurden in Europa falsche Pfeffer wie: Langpeffer, Kubebenpfeffer, Paradieskörner als Ersatz importiert.
Heute werden diese “Ersatzpfeffer” von unseren deutschen “Spitzenköchen” in den Himmel gelobt, aber nur im TV, weil man beim TV-glotzen nichts schmeckt, Gott sei Dank.
Die nächste Ernte steht mit Indien vor der Tür, die aber in Indien selber verbraucht wird. Danach erwarten wir die Haupternte in Vietnam und hoffen sehr stark, dass eine deutliche Entlastung kommt. Zeitpunkt ist Februar / März 2012.
Ausser man kommt auf die Idee, Pfeffer für die deutschen Biogasanlagen zu verheizen. (Geht heute noch nicht. Die Bakterein einer Biogasanlage sind echte Sensibelchen und müssen ausgewogen ernährt werden. Also kein Abfall, sondern Lebensmittel!)