Mit Süssstoff gesüsste Softdrinks schlecht für Diabetes

Mit Süßstoff gesüßte Erfrischungsgetränke erhöhen, ebenso wie Zucker enthaltende Limonaden und Cola, das Risiko für Typ-2-Diabetes. Bislang galt nur der ungünstige Einfluss von Zucker enthaltende Softdrinks als erwiesen. Der üppige Zuckergehalt der Getränke erhöht die Energieaufnahme und kann durch schnell ansteigende Blutzucker- und Insulinspiegel langfristig zur Insulinresistenz führen.
Eine aktuelle Studie aus Frankreich bestätigt diesen Zusammenhang jetzt auch für mit Süßstoff gesüßte Erfrischungsgetränke. Von über 66.000 Lehrerinnen erkrankten diejenigen, die mehr als 600 Milliliter Softdrinks pro Woche tranken, deutlich häufiger an Typ-2-Diabetes als Teilnehmerinnen, die keine Erfrischungsgetränke konsumierten.
Die Autoren vermuten, dass Konsumenten von Zucker freien Softdrinks insgesamt eine Präferenz für süß sowie einen gesteigerten Appetit haben und so auch mehr auf den Blutzucker wirksame Lebensmittel essen. Sie erwähnen zudem eine weitere Theorie, nach der der Süßstoff Aspartam ähnliche Blutzucker- und Insulinantworten hervorruft wie Zucker. Aspartam wird häufig zum Süßen von Getränken eingesetzt.
Anders als in anderen Erhebungen erhöhte in dieser Studie der Konsum von Fruchtsaft das Risiko zu Diabetes nicht. Vieltrinker bekamen sogar etwas seltener Diabetes als Frauen, die keinen Fruchtsaft tranken. Möglicherweise liegt das daran, dass in der vorliegenden Studie nur 100-prozentiger Saft und frisch gepresste Früchte erfasst wurden und keine gesüßten Fruchtsäfte.
Allerdings wurde der Getränkekonsum nur einmalig zu Beginn der 14-jährigen Untersuchung erfragt. Angesichts ihrer Ergebnisse stellen die Autoren in Frage, ob zuckerfreie Softdrinks tatsächlich eine empfehlenswerte Alternative zu zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken sind.
Quelle: Fagherazzi G et al. Consumption of artificially and sugar-sweetened beverages and incident type 2 diabetes in the Etude Epidémiologique auprès des femmes de la Mutuelle Générale de l’Education Nationale-European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohort American Journal of Clinical Nutrition 97, 517-23, 2013

Kommentar des alten Drogisten:

Wie ich schon mehrfach schrieb: Alle Süssstoffe, auch Stevia müssen aus der Ernährung verschwinden! Auch Fruktose als “natürliche” Süsse in Form von Dicksäften oder zur “Standardisierung” von Fruchtsäften ist, wie in meinem vorhergehenden Artikel beschrieben, ist problematisch.
Resümee: Bleiben wir bei unserem bewährtem Haushaltzucker! 😉

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