Vanille 2019 wieder lieferbar

Vanille – Marktbericht 2019

Update 22.05.2019

Wir haben unsere Vororder für Herbst 2019 platziert und hoffen auf auf bessere Qualitäten wie 2017/18. Die Preise werden leider sehr hoch bleiben.
Vanille wieder lieferbar!
Update 15.03.2017
Vanilleschoten bekommen wir jetzt aus Papua-Neuguinea. Unsere Belieferung erfolgt voraussichtlich im April.
Update 14.03.2017
Antananarivo (dpa) – Die Zahl der Toten nach dem tropischen Wirbelsturm „Enawo“ im afrikanischen Inselstaat Madagaskar ist auf mindestens 50 gestiegen. Nach offiziellen Angaben sind weitere 183 Menschen verletzt worden, 20 werden nach der Naturkatastrophe noch immer vermisst. Mehr als 110 000 Menschen haben durch den Tropensturm ihre Häuser und Wohnungen verloren. Der Zyklon war am vergangenen Dienstag mit Windstärken von mehr als 230 Kilometern pro Stunde auf das Festland getroffen, am Mittwoch erreichte er die Hauptstadt Antananarivo.
Unser Lieferant vor Ort ist „abgesoffen“. 50% der Plantagen MÜSSEN NEU AUFGEFORSTET WERDEN!
Madagaskar – Der Handel mit Vanille ist so schwierig wie selten und ist geprägt durch nie dagewesene Höchstpreise und immer schlechter werdende Qualitäten aus dem Hauptproduktionsland Madagaskar. Es bestehen große Unsicherheiten bezüglich Angebot und Nachfrage. Tatsächlich sind die Läger vielerorts leer.
Der Kampf um Marktanteile in der Aromenindustrie und die Vor-Ort-Präsenz einiger Aromen-Multis in Madagaskar bestimmen die Entwicklungen der letzten Jahre. Aus einem Nischen-Gewürz wurde eine „Commodity“. Industrielles Quick-Curing und die Extraktion Grüner Vanille sind keine guten Nachrichten für die Qualitäten und erst recht nicht für die Hundertausende von Angestellten im Vanillesektor Madagaskars, die dafür nicht mehr gebraucht werden.
Bedarf – Handwerklich hergestellte Lebensmittel mit Vanille sind zu den aktuellen Preisen nahezu unverkäuflich.
Auch der weltweite Bedarf an Vanille für kleinere und mittlere industrielle
Anwendungen bricht immer weiter zusammen. Hingegen scheint es immer noch Großverbraucher zu geben, die offenbar die Preise weiterhin mitgehen. Dies freut kurzfristig die Vanille-Bauern, die trotz verfrühter Ernte und schlechtem Handling der Vanille so viel Geld verdienen wie nie zuvor.
Weltweit 35% Bedarfsrückgang wird bislang geschätzt. Der Rückgang wird sich weiter beschleunigen. Selbst bei den höchsten Weltbedarfs-Annahmen dürfte sich bald die Erkenntnis durchsetzen, dass der Bedarf
unter die Produktionsmengen abgefallen sein wird.
Anbau / Verfügbarkeiten – Die langanhaltende Preis-Hausse sorgt dafür, dass der Anbau weltweit laufend ansteigt und es ist sicher, dass sich die Verfügbarkeiten von Jahr zu Jahr verbessern.
Die Produktionsmengen werden in den Folgejahren voraussichtlich kontinuierlich ansteigen, denn es vergehen 3 Jahre von Pflanzung bis zur ersten Schoten-Ernte. Es gibt noch unverkaufte Ware aus der
2016 Ernte Madagaskars, doch die Bauern haben keinen Verkaufsdruck. Lieber halten Sie noch einige Kilos Vanilleschoten, als diese jetzt in weitere Geldreserven einzutauschen.
Die Anzahl der Blüten spricht für eine weitere relativ große Ernte in Madagaskar 2017. Die hohen Preise lassen jedoch noch früheres Ernten und dadurch erneut problematische Qualitäten befürchten.
Qualitäten – Das Gros der Madagaskar-Ware (Ernte 2016) ist von minderer Qualität: wenig aromatisch, wenig Vanillin. Zu frühes Ernten (aus Angst vor Diebstahl) und die Vakuumierung im halb
fermentierten -sprichwörtlich klitschnassen- Zustand führt zu wenig aromatischer Ware und zu mikrobiologischen Zeitbomben.
Alle anderen Ursprünge produzieren stabile und brauchbare
Qualitäten. Noch gibt es dort allerdings zu wenig.
Der Großteil der Marktteilnehmer erwartet für dieses Jahr keine Preisberuhigung. Prognose und guter Rat sind derzeit unmöglich. Soll man wenig aromatische und wenig haltbare Vanille um US-$ 600/kg
einkaufen oder lieber warten? Diese Frage stellen auch wir uns täglich.
Vereinzelt wird im Internet von Shops schon Ernte 2017 angeboten. Das geht gar nicht!!!