Schlagwort: Lebensmittelsicherheit

  • Ökologische Fußabdruck bei Bioprodukten?

    Ökologische Fußabdruck bei Bioprodukten?

    Sind frische Bio Lebensmittel aus Übersee sinnvoll?

    Verbraucher/innen mit ökologischem Gewissen kaufen gerne auch frisches Obst und Gemüse mit Biozertifizierung zu jeder Jahreszeit. Dabei verdrängen wir den ökologischer Fußabdruck unseres Verhaltens.

    Besonders kritisch zu bewerten sind:

    :Frische Beerenfrüchte, frischer Kurkuma, frischer Ingwer aus Übersee benötigen eine unterbrechungsfreie Kühlkette. Diese frischen Lebensmittel werden via Flugfracht in unser Luxusparadies Europa transferiert. Leider gibt es zu diesem Komplex noch keine auf Evidenz basierende Statistik.

    Trockenfrüchte, Nüsse und Saaten sind, unter dem CO-2 Umweltaspekt, sinnvolle Importe und in unserer gesunden und vielfältigen Ernährung unverzichtbar.

    Probleme einer Überflussgesellschaft, gibt es auch in Bio!

    Ein Kilogramm Tomaten kommt im globalen Durchschnitt mit etwa 180 Litern Wasser aus, ein Kilogramm Salat mit etwa 130 Litern. Ein Kilogramm Avocados verbraucht 1.000 Liter. Das heißt: 1.000 Liter Wasser für zweieinhalb Bio- Avocados.

    Für einige Bio-Verbraucher reicht es ja schon wenn die Bio-Importeure  & -Händler hier in Europa sich eine Firmenzentrale nach neuesten hiesigen Öko-Erkenntnissen leisten und Telsa fahren.
    Das mit einem mittleren Bio-Anbaubetrieb in Deutschland keine Familie ein auskömmliches Einkommen erzielen kann interessiert doch keinen wirklich. Mindestlohn? Der treibt diese Betriebe in den Ruin.
    Besonders Bio-Kunden legen Wert auf regionalen Lebensmitteleinkauf. Diese Haltung entspricht nicht der Realität.

    Wir haben es satt: Bioverordnung 2017

    Wir wollten die Novellierung der EU Bio-Verordnung 2017 abwarten um eine Entscheidung zugunsten einer Biozertifizierung unserer Produkte zu treffen.

    Der Hick-Hack, die Lobbyarbeit der deutschen Anbauverbände und deutscher Politiker um die schönen Besitzstände, haben mir die Entscheidung abgenommen: Keine Bio-Zertifizierung.

    • Weitere Begründung: Als „alter Drogist“ gehörten Biologie, Chemie, Gift- und Pflanzenschutzkunde zu meiner Ausbildung Anno 1966-69. Zu dieser Zeit hatte man nicht den Kenntnisstand von Heute:
    • Während man 1950 noch für die Unkrautbekämpfung etwa 12 kg Natriumchlorat oder 7 kg Atrazin auf einen Hektar Ackerfläche anwenden musste, waren es für 1 Hektar im Jahre 1970 nur noch 1 kg bis 2 kg Bentazon. Ab 1980 reichte sogar eine Wirkstoffmenge von nur 20 g Chlorsulfuron für einen Hektar Ackerboden aus.
    • Die heute im Bioanbau zugelassenen „Pflanzenstärkungsmittel“, beachte das verschrubbeln der Begriffe, Azadirachtin, Pyrethrine, Kupferhydroxid, Schwefel, Eisen-III-phosphat u.v.m. sind Altmittel und haben teilweise eine erheblich schlechtere Umweltbilanz als moderne Mittel wie z. B. Glyphosat.
    • Fragen sie mal in Ihrem Bioladen nach Kaliumphosphonat……
    • Die „moderne“ Biolandwirtschaft für Massenprodukte unterscheidet sich nur noch geringfügig von der klassischen Landwirtschaft: Gewürze & Tee stammen immer aus Plantagenwirtschaft! Mit „Hand geerntet“ heißt Ausbeutung!

    Von 1987 bis 1992 war ich Fachvorsitzender im Einzelhandelsverband Westfalen für Bio- und Reformwaren

    1991 wurde ich gebeten eine Stellungnahme zur EU Bioverordnung zu abgeben. Meine wichtigsten Vorschläge waren:

    • Mengenkontrollmeldung für die EU Statistik an der Ladenkasse zum Endverbraucher.
    • Überwachung der Lieferketten durch die Lebensmitteluntersuchungsämter.
    • Regelmäßige Überprüfung der Bio- Zertifizierungsstellen durch regionale Lebensmitteluntersuchungsämter.

    Meine Befürchtung war auch, dass sich die Skalierungseffekte im Lebensmittelhandel und der Discounter negativ auf die regionalen Biolandwirte auswirkt. Grundsätzlich gilt: Der Urproduzent in der Landwirtschaft hat die Arschkarte.

    Aldisierung des Öko-Marktes

    Laut Prof. Sundrum hat der Handel auf dem Biomarkt inzwischen das Zepter übernommen, er spricht von der „Aldisierung des Öko-Marktes“. Ob die Tiere krank sind oder nicht, spiele auf diesem modernen Öko-Markt keine Rolle für den Preis, den der Landwirt für seine Ware bekommt. „Der Handel rechnet in Kilogramm und Liter – und nicht etwa in Gesundheit und Wohlergehen der Tiere“, sagt Sundrum.

    Hier finden Sie die neueste Arte Doku zu Biolebensmittel

    Es ist schlimmer als ich je befürchtet hatte! Ich bin aus der Biobrache 1992 ausgestiegen.

    https://www.youtube.com/watch?v=5FxqkEe5Keo

    CO 2 – Bilanz: Verzicht auf Plastik?

    Änderung unseres Mobilitätsverhalten bringt den besten Effekt für unseren ökologischen Fußabdruck. Wie viel Kilo CO2 Haushalte statistisch je Jahr einsparen können:

    • Umstieg vom Verbrenner auf ein Elektroauto 2010 kg. Diese Maßnahme bringt nur etwas, wenn wir unsere Fahrzeuge nach der wirtschaftlichen Lebensdauer wechseln. Im Durchschnitt wird ein Auto heutzutage 12 Jahre gefahren, bevor dieses auf dem Schrottplatz landet. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge, die heutzutage in Deutschland auf der Straße zu finden sind, beträgt laut dem Kraftfahrt-Bundesamt acht Jahre. Im Jahr 1995 lag das Durchschnittsalter aller Fahrzeuge noch bei 6,8 Jahren.
    • Verzicht auf einen Langstreckenflug: 1890 kg. Hier kommt es auch auf die zurückgelegte Strecke an.
    • Nutzung von Ökostrom 1460 kg
    • Verzicht auf ein Haustier 780 kg
    • vegetarische Ernährung 520 kg. Voraussetzung ist eine überwiegende Nutzung regionaler Lebensmittel.
    • Niedrigere Raumtemperatur 140 kg
    • Recycling 60 kg
  • Pyrrolizidinalkaloide Kräutertee & Gewürze

    Pyrrolizidinalkaloide Kräutertee & Gewürze

    Das BfR führt derzeit ein Forschungsprojekt zum Thema „Bestimmung von Pyrrolizidinalkaloiden in Lebens- und Futter­mitteln“ durch. Dabei wurden zunächst verschiedene handels­übliche Kräutertee- und Teeproben sowie Teedrogen untersucht. Als erste Ergebnisse der nicht repräsentativen Untersuchungen wurden Summengehalte von 0 bis 3,4 Milligramm Pyrrolizidinalkaloide pro Kilogramm Trocken­­produkt ermittelt. Weiterlesen…

    In welchen Lebensmitteln finde ich Pyrrolizidinalkaloide?

    Die Pyrrolizidinalkaloide sind, wie beschrieben, natürliche Pflanzenbestandteile. Diese liegen in, unterschiedlichen Konzentrationen, sogar in der gleichen Charge eines pflanzlichen Rohstoff vor! Auch z.B. Apfelschalen, Kohlsorten, Gewürzkräuter, Hülsenfrüchte und Honig enthalten o.g. Alkaloide.
    Man nimmt an, dass bei der Verarbeitung (Ernte, Verpackung, Mischen, etc) von Kräutertees, die keine Pyrrolizidinalkaloide enthalten, durch Kontamination o. g. Stoffe in einzelne Chargen gelangen konnten.
    Es hat nichts mit Pestiziden und “Umweltgiften” zu tun! Es ist eine natürliche Belastung!
    Interessant ist, dass es immer noch Salatkräuter-Mischungen mit Borretsch (Gurkenkraut) im Handel gibt.
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    Wie vermeide ich die Aufnahme von Pyrrolizidinalkaloide?

    Bei sachgemäßer Zubereitung von Kräutertee (nicht zu starke Dosierung) kann eine gesundheitlich relevante Dosis o.g. Alkaloide nicht aufgenommen werden.
    Pyrrolizidin – haltige Pflanzen sind in vielen Ländern als traditionelle Heilmittel in Gebrauch.
    Auch bei uns wurde noch bis vor wenigen Jahren Huflattich- oder Beinwelltee getrunken. Auch der Borretsch wurde zu Heilzwecken und zum würzen eingesetzt. Diese Pflanzen bilden die Pyrrolizidine tatsächlich selbst.
    Gewürze verwenden Sie in so geringen Dosierungen, dass eine relevante Aufnahme von Pyrrolizidinalkaloide quasi ausgeschlossen ist.
    Bis zu 1 Liter Tee täglichem Konsum, bei Kinder unter 6 Jahren 500ml, unserer Kräuterteemischungen halte ich für unbedenklich. Wobei Sie auch mal die Sorten wechseln sollten.
    Säuglingen keinen Tee zum nuckeln, sondern nur kontrolliert zu führen.
    Heilkräutermischungen sollten Sie nur zu dem angegebenen Zweck getrunken werden.
    Bedenklicher sind, meines Erachtens, der Estragol – Gehalt  mancher Kräuter.

    Wie vermeiden wir Pyrrolizidinalkaloide?

    Wir sind schon seit 2013 mit diesem Thema sensibilisiert. Unsere Importeure sind FSSC 22000 zertifiziert.
    Diese Zertifizierung ist der höchste Standard in der Lebensmittelverarbeitung und höher zu bewerten wie die Bio Zertifizierung.
    Biozertifizierung, ist im Gegensatz zu FSSC 22000, Eigentum von Interessenvertretungen und wird nicht von Lebensmittelüberwachungsämtern geprüft.

    Fazit: Tee aus Basilikum, Tulsi, Huflattich, Beinwell, Borretsch oder mit Muskat, sollte überhaupt nicht zu sich genommen werden.

  • Glutamat ist Umami, die fünf Geschmacksrichtungen

    Glutamat ist Umami, die fünf Geschmacksrichtungen

    • Die Geschmacksrezeptoren für Umami und fettig sind bei uns allen genetisch vorgegeben und überlebenswichtig.
    • Die Geschmacksrichtung Umami  > Glutaminsäure = Natriumglutamat sind die Grundbausteine des Lebens.
    • Glutamat erzeugt bei Menschen den Geschmack Umami. Der Geschmack Umami wird schon durch unsere Muttermilch geprägt. Muttermilch des Homo Sapiens hat, im Gegensatz zu Kuhmilch, sehr viel Glutaminsäure.
    • Umami Gewürze sind besonders in der veganen Küche unverzichtbar.

    Unsere Gewürztipps zu Umami finden Sie hier.

    12 wohlschmeckende Gewürze zum Würzen und Abschmecken mit Umami

  • Lebensmittel ein hochwertiges Gut?

    Lebensmittel ein hochwertiges Gut?

    Ich war lange bei einem großen Handelskonzern, auch im Zentraleinkauf tätig. Ist lange her. In dieser Zeit wurde noch ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Lieferanten gepflegt um die Lieferketten mit dem Stand der Zeit entsprechenden Qualität zu sichern:

    Der Kulturwandel im Handel begann mit der Familie Albrecht.

    Obwohl eine nach außen “ christliche“ Darstellung wurden alle Grundprinzipien des ehrbaren Kaufmanns über den Haufen geschmissen.

    Mitarbeiter Ausbeutung, Lieferketten: Friss oder stirb. Motto: Immer die Preisführerschaft.

    Aus meinem persönlichen Umfeld der letzten 40 Jahre kenne ich einige Beispiele, in der Firmen durch Abhängigkeit zu den Discountern in Konkurs gingen oder erst durch ganz harten Sanierungen mit der Aufkündigung von Lieferverträgen der Discountern wieder profitabel wurden.

    In einem Fall wurden hohe Fördermittel der Länder NRW und Rheinlandpfalz regelrecht versenkt.

    Das Discounterproblem der Lieferanten:

    Wenn die Zentraleinkäufer mit bekommen, das ein Lieferant, sagen wir mal zu über 50% der Umsätze mit ihrer Firma machen, werden die Daumenschrauben angelegt. Zum Beispiel: Aufdeckung der eigenen Kalkulation und GuV.

    Wichtig: Den Handel mit Lebensmittel unterscheide ich in Nahrungsmittel (Fertigprodukte, Ceralien, etc) und frische Lebensmittel.

    Bis in die 80er des 20. Jh. wurden die Lebensmittel , auch von den großen Genossenschaften z.B. Edeka & Rewe noch regional zugekauft. Die Lebensmittel mit regionaler Bedeutung kauften die Filialleiter / Inhaber auf den regionalen Großmärkten oder bei Bauern zu.

    In dieser Zeit hatten die Discounter noch keine Lebensmittel gelistet, sondern nur Nahrungsmittel.

    Zu dieser Zeit hatten auch die Verbraucherzentralen nur die Preisfindung, nicht die regionale Bedeutung der Lebensmittel Urproduktion und faire Lieferketten auf dem Schirm.

    Die Fakten im Lebensmittelhandel heute:

    • Die Discounter gehen immer in die Preisführerschaft.
    • Können Produkte nicht mit Preisführerschaft angeboten werden, werden diese ausgelistet.
    • Die Preiskalkulation der Discounter ist immer gesichert.
    • Die deutschen Discountunternehmen sind die profitabelsten Unternehmen im deutschen Einzelhandel.

    In dieser Gemengelage wird der Preisdruck immer an die Urproduktion Landwirtschaft weiter gegeben.

    Die Urproduzenten tragen immer das gesamte Risiko. Es ist dadurch verständlich, dass Urproduzenten die derzeit gültigen Verordnungen und Gesetze bis an die Schmerzgrenze, und teilweise darüber hinaus dehnen.

    Bedenken Sie: Landwirtschaft wird von Familienbetrieben in mehren Generationen betrieben und sind mit ihrer Scholle verwachsen.

    Das gleiche Prozedere gilt auch die Biobranche: Die Bioanbauverbände und Zertifizierung – Gesellschaften arbeiten intensiv an ihren Lizenzgebühren. Diese sind immer gesichert, auch wenn der Biobetrieb nicht profitabel arbeiten kann.

    Zur Fleischproduktion in Deutschland:

    Die Firma Tönnies liefert nur was die Discounter anfordern. Tönnies ist der einzige Fleischbetrieb, der in der Lage und Willens ist die Preisdiktate der Discounter zu erfüllen.

  • Jiaogulantee Nepp mit Krebskranken

    Schon wieder werden vom Krebs Betroffene durch unseriöse Angebote geneppt!

    Gerade erst ist die „Neppwelle“ mit den bitteren Aprikosenkernen abgeklungen, wird wieder ein Wundermittel über die Bio & Esoterik-Szene propagiert:  Jiaogulantee, angeblich besser wie Ginsengwurzel, soll gegen Krebs wirken!
    Gut: Der Tee ist, im Gegensatz zu bitteren Aprikosenkernen, nicht giftig. Direkt umbringen kann man sich damit also nicht.
    Aber: Er hilft nicht, schmeckt nicht und ist vollkommen überflüssig.
    Für vom Krebs betroffene empfehle ich das Buch: Der König der Krankheiten
    Resümee: Krebs ist in uns genetisch verankert und wenn er ausbricht, signalisiert er uns den Anfang vom Ende des Lebens.

  • Angst vor der E-Nummer?

    Viele natürliche Stoffe wurden mit E-Nummern zur vereinfachten Identifizierung versehen.

    Die beste Liste mit ausführlichen Beschreibungen finden Sie hier bei Wikipedia.

    • Zur Zeit zeichnet sich ein Comeback Benzoesäure E-210 ab. Diese ist in den Focus neuerer medizinischer Forschungen gerückt.
    • Um Lebensmittel zu konservieren, war die Benzoesäure im 19. Jahrhundert ein Segen für die Lebensmittelindustrie. In Ungnade fiel das Mittel später jedoch aufgrund seiner Nebenwirkungen. Nun wird der Stoff wiederentdeckt – als vielversprechendes Medikament. Hier weiterlesen.

     
     
     

  • Lebensmittel ohne Zucker?

    Die Aussage ungezuckert oder noch dreister: Ohne Kristallzucker  sagt nichts aus und ist Verbrauchertäuschung!

    Diese Formulierungen in Produktbeschreibungen werden gerne von besonders guten Menschen verwendet. Diese Edelmenschen wissen ganz genau das sie den Verbraucher verarschen!

    Sind alternative Süßungsmittel gesund?

    Im Focus der informierten und gesundheitsbewussten Verbraucher/innen steht die reduzieren des Konsum von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln. Diese Maßnahme ist in unserer heutigen Überflussgesellschaft auch zwingend geboten.

    Alternative Süßungsmittel wie zum Beispiel: Agavendicksaft, Ahornsirup, Birnendicksaft sind zur Senkung des Zuckerkonsums nicht geeignet!

    Welchen Zuckeranteil haben alternativen natürlichen Süßungsmitteln?

    • Birnendicksaft 80%
    • Agavendicksaft und Ahornsirup 70%
    • Kokosblütenzucker 90%
    • Honig 82%

    Wichtiger Hinweis zu Kokosblütenzucker: Es wird behauptet der glykämischen Index wäre erheblich günstiger im Vergleich zu Haushaltszucker. Die Behauptung ist nicht richtig. Der glykämischen Index von Kokosblütenzucker liegt nur 4% unter dem von klassischem Hausaltzucker.

    Besonders gerne werben Bioläden und Reformhäuser mit den gesundheitlichen besseren Eigenschaften von alternativen Süßungsmitteln. ? Diese gesundheitlichen Aussagen verstoßen gegen die Health Claims der EU.

    Welche Süße ist besser als Zucker?

    Alle Süßungsmittel, außer Süßstoff, enthalten Zucker und werden letztendlich im Stoffwechsel zu Glucose weiter verarbeitet. Der Stoffwechsel aller Säugetiere kann nur Glucose in Energie umwandeln.

    Übrigens: Frucht- und deren Dicksäfte bestehen überwiegend aus Fruktose (Fruchtzucker). Diese halte ich, in den heute konsumierten Mengen, für bedenklich. Zumal wir über fertig produzierte Lebensmittel mittels Maissirup und Säfte schon weit mehr als die tolerierbare Menge an Fruktose zu uns nehmen.

    Worauf müssen wir als Verbraucher achten? Verbraucher achten: Auf die Zutatenliste!

    Trockenfrüchte:

    Wenn Trockenfrüchte gesüßt werden müssen, ist es vernünftiger, wenn Sie denn gesüßt werden, mit Zucker als mit Saftextrakten süßen!

    Beispiel: Cranberrys sind in ungesüßt nicht genießbar. Wenn ich bei den nachfolgenden Cranberrys „ohne Zucker“ deklariere mache ich mich der Verbrauchertäuschung schuldig. Um den wahren Wert an Nährwerten zu kennen müssen Sie die Nährwertangaben auf den Packungen oder in der Beschreibung lesen.
    https://shop.drogist-n.de/produkt/cranberries-mit-ananassaft/

    Häufig steht bei Trockenfrüchten nicht gesüßt auf der Packung.

    Viele Trockenfrüchte werden, weil diese von Natur aus sehr süß sind, nicht nach gesüßt. Wenn in diesem Fall ohne Zucker deklariert wird, ist es auch Verbrauchertäuschung.
    https://shop.drogist-n.de/produkt/feigen-soft/
     

    Frucht-Milcherzeugnisse:

    Keine fertig gemischten Produkte kaufen, sondern Naturprodukte mit Früchten, Fruchtsirup, oder Konfitüre verfeinern. Dieses sind nur Beispiele.

    Die Aussage Natur oder naturbelassen kann aber auch auf dem Etikett stehen. In diesem Fall kaufen Sie auf jeden Fall ein natürliches, ungesüßtes Produkt.

    Quintessenz:  Zum süßen verwendet man am Besten normalen Haushaltzucker (Saccharose). Rohrohrzucker oder Honig nimmt man, wenn man die Geschmackskomponente malzig oder Honig mit einbringen möchte: Z. B. beim Backen oder Grillen. Aus gesundheitlicher Sicht sind die Vorteile von Rohrohrzucker vernachlässigbar.

    Haushaltzucker (Saccharose) ist auf jeden Fall besser für den Stoffwechsel als Fructose (Fruchtzucker), Fruchtdicksäften oder jegliche Art von Süßstoff.

    Für Kinder ist Fruchtzucker auf keinen Fall geeignet: Kinder, die aktiv sind, benötigen als Energiebringer kurzfristig Traubenzucker (Glukose). Dieser wird sofort in Energie umgesetzt. Fruchtsäfte als sofortiger Energiebringer sind ungeeignet! 👿

    In diesem Zusammenhang: Obst in großen Mengen genossen, ob roh oder in Form von Obstler führt in jenem Fall zu einer Fettleber. 😀

  • Wir führen keine "Gourmet-Salze"!!!

    Häufig muss ich mich der Kundenfrage stellen:
    Warum verkaufen Sie keine „Gourmetsalze“?
    Meine Antwort ist immer:

    • Ein Gourmet, zu deutsch Feinschmecker, wird nie Salz als Kriterium zur Bewertung  eines Gerichtes heranziehen. Salz darf in einer Speise nie hervor-schmecken!
    • Salz besteht aus über 97 % Natriumchlorid!
    • In den verzehr-fertigen Speisen sind „Gourmetsalze“ nicht mehr schmeckbar.
    • Bei Salzverkostungen „pur“ hat das unterschiedliche Geschmacksempfinden nur mit dem Konsistenz-Gefühl der Rezeptoren unserer Zunge zu tun. Deswegen sind Salze in einem verzehr-fertigen Gericht auch nicht mehr definierbar.
    • Schwarzes Hawaisalz wird übrigens als Dekorsalz verkauft. Laut Lebensmittelrecht ist färben von Speisesalz verboten. Das ist auch gut so!
    • Besonders das „Himalayasalz“ ist die Verbraucher-Verarsche pur! Früher hat man so etwas als Viehsalz bezeichnet!

    In meinen Kernsätzen beziehe ich mich auf den ehrbaren Kaufmann. Das hat in der Familie Niggemeier schon immer gegolten:
    Mache niemals Geschäfte mit der Unwissenheit deiner Kunden! Auch das Berufsbild des Drogisten fordert ganz klar eine ehrliche Beratung des Kunden!
     

  • Wir führen keine „Gourmet-Salze“!!!

    Häufig muss ich mich der Kundenfrage stellen:
    Warum verkaufen Sie keine „Gourmetsalze“?
    Meine Antwort ist immer:

    • Ein Gourmet, zu deutsch Feinschmecker, wird nie Salz als Kriterium zur Bewertung  eines Gerichtes heranziehen. Salz darf in einer Speise nie hervor-schmecken!
    • Salz besteht aus über 97 % Natriumchlorid!
    • In den verzehr-fertigen Speisen sind „Gourmetsalze“ nicht mehr schmeckbar.
    • Bei Salzverkostungen „pur“ hat das unterschiedliche Geschmacksempfinden nur mit dem Konsistenz-Gefühl der Rezeptoren unserer Zunge zu tun. Deswegen sind Salze in einem verzehr-fertigen Gericht auch nicht mehr definierbar.
    • Schwarzes Hawaisalz wird übrigens als Dekorsalz verkauft. Laut Lebensmittelrecht ist färben von Speisesalz verboten. Das ist auch gut so!
    • Besonders das „Himalayasalz“ ist die Verbraucher-Verarsche pur! Früher hat man so etwas als Viehsalz bezeichnet!

    In meinen Kernsätzen beziehe ich mich auf den ehrbaren Kaufmann. Das hat in der Familie Niggemeier schon immer gegolten:
    Mache niemals Geschäfte mit der Unwissenheit deiner Kunden! Auch das Berufsbild des Drogisten fordert ganz klar eine ehrliche Beratung des Kunden!
     

  • Arsen im Reis?

    Belastung mit Arsen – ein ungelöstes Problem?

    Seit 2016 gibt es in der EU Grenzwerte für Arsen in Reis und Reisprodukten. Doch noch immer steckt zu viel des giftigen Stoffs im Essen. Abwechslung in der Lebensmittelauswahl löst das Problem nur bedingt.
    Reiswaffeln waren lange Zeit so etwas wie der Inbegriff des ökologischen und gesunden Snacks für Kinder. Doch das positive Image ist passé, denn das Getreide ist hoch mit Arsen belastet. Seit 2015 warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davor, Säuglingen und Kleinkindern jeden Tag Reishaltiges zu geben. Denn das Halbmetall erhöht die Gefahr von Haut-, Lungen-, Leber- und Nierenkrebs. Doch viele Babybreis basieren auf Reis oder Reismehl. Zudem sind Reiswaffeln und Cracker aus dem Korn zum zwischendurch Knabbern beliebt. Nach Berechnungen der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) bekommen Kleinkinder so durchschnittlich zwischen 0,61 und 2,09 Mikrogramm je Kilogramm (µg/kg) Körpergewicht an Arsen pro Tag ab. Aber schon ab 0,3 µg/kg Arsen täglicher und lebenslanger Belastung steigt das Krebsrisiko.

    Asiaten essen aus gutem Grund keinen Vollkornreis!

    Die Arsenbelastung lässt sich beim Reisanbau nicht eliminieren In Asien ist das seit langem bekannt. Vollkornreis wird überwiegend nur in Deutschland verzehrt, und hier auch nur durch eine kleine Minderheit.

    Ich esse sehr gerne Reis:

    Als privilegierter EUR-Europäer, der keinem Sparzwang bei seiner Ernährung unterliegt,  koche ich mit Basmatireis Classe-1. 😛

    Reis & Nudel Gewürz